Blog 2 - KI in der Lernpraxis, im Unterricht aber auch zu Hause gezielt einsetzen!

Veröffentlicht am 16. August 2026 um 19:15

Ich möchte Ihnen diesen Text zunächst ohne visuelle Aufwertung durch KI
 näherbringen.
Und im Anschluss finden Sie meinen Versuch, diesen Text mittels KI visuell zu
 optimieren.

Sie ist in aller Munde: Die „Künstliche Intelligenz“ ist am Vormarsch. Viele von uns befinden sich zwischen Angst, was dies für unsere berufliche Zukunft  bedeutet, und zwischen den bereits im Alltag angekommen Annehmlichkeiten. Hierzu finden Sie auch viele interessante Artikel in der Wochenendausgabe (15/16.8.2026) der Salzburger Nachrichten.

Schülerinnen und Schüler, aber viele Lehrerkolleginnen und Kollegen nutzen KI-Apps und Tools im Alltag. Ich bin hier keine Ausnahme. Aber in der Lernpraxis habe ich sie bis jetzt noch nie so richtig eingesetzt. Bis ich über einen tollen  Artikel von Susanne Ruppert[1] gestolpert bin. Dieser beschäftigt sich mit dem Thema: „KI nutzen - aber wie?“ und gibt wertvolle Tipps in Bezug auf Lernstandsanalysen, Fortschritte und passgenauer Materialien.

Natürlich habe ich das sofort versucht und mein Ergebnis finden Sie im Anschluss. Zeit inklusive Eingabe: 5 Minuten

Ich habe ChatGPT gewählt, um mir ein passendes Arbeitsblatt für einen Schüler in Mathematik erstellen zu lassen.

Jetzt einige Tipps, die ich dem Artikel von Susanne Ruppert entnommen habe und einige von mir:

  1. Genau festlegen, was Sie möchten. Je genauer Sie formulieren, umso besser das Ergebnis. In meinem Fall: Zahlenraum Z, Schwerpunkt auf Rechnen mit Potenzen.
  2. Geben Sie an, wie viele Beispiele Sie möchten.
  3. Toll finde ich auch, dass ich jetzt auf die Vorlieben meiner einzelnen Schülerinnnen und Schüler eingehen kann und auch ihre Lebenswelt in Aufgaben einfließen lassen kann. Zum Beispiel die Vorliebe für Traktoren und landwirtschaftliche Geräte. So knüpft man direkt an bereits Bekanntes an und dies erleichtert das Lernen!
  4. Wichtig ist auch, dass man genau angibt, ob man Erklärungen möchte und in welcher Art und Weise. Zum Beispiel eher kindgerecht oder ob das Kind/ der Jugendliche Schwierigkeiten mit dem Lesen hat u.s.w..
  5. Braucht es visuelle Hilfen?
  6. Wichtig erscheint mir auch, dass man das Alter und die Schulstufe
  7. Nicht nützlich habe ich gefunden, wenn ich als Referenz das Schulbuch des Schülers oder der Schülerin eingebe. Dies scheint die Kreativität der KI zu bremsen😉!
  8. Woran ich noch arbeite, ist, wie ich die Komplexität der Aufgaben am besten formuliere. Sobald ich eine Lösung habe, werde ich sie im Blog posten! Mir waren die Aufgaben etwas zu leicht.

 

Aber nicht nur Arbeitsblätter und Lernstandentwicklungen lassen sich mit Hilfe von KI erstellen, auch im Lehrer- oder Elterndasein bietet sich Hilfe an!

So kann man Elternbriefe schnell und einfach verfassen. Aber auch Mitteilungen an Lehrerinnen und Lehrer lassen sich so schnell und treffsicher formulieren.

Jetzt könnte man natürlich einwenden, wenn wir Erwachsenen zum Schreiben einfacher Texte schon die KI benützen, was soll dann aus unseren Kindern werden?

Ich denke, wir müssen lernen, KI-Tools auch im Deutschunterricht sinnvoll einzusetzen und diese wie einen Taschenrechner in Mathematik zu benützen. Das sind wir Deutschlehrinnen und Deutschlehrer natürlich nicht gewohnt. Aber zum Glück gibt es inzwischen schon einige wirklich nützliche Vorschläge auch in Bezug auf den Fachbereich Deutsch. Zum Beispiel ein Text von Aleesha Hansen und& Leah Ingrid Schrader[2]: „KI als Erzählhilfe. Mit Chatbots einen Piratenbrief schreiben.“ Apropos Deutsch: Das Buch von Kristine Koebe zum Thema KI im Deutschunterricht kann ich nur empfehlen.

Zuletzt möchte ich jetzt noch den Versuch wagen, Ihnen diesen Text ohne visuelle Aufwertung durch KI näher zu bringen und im Anschluss finden Sie den Text mit dem Versuch, diesen Text mittels KI visuell zu optimieren.

Vielen Dank für das Lesen meines Blogs!

Bis zum nächsten Mal!

 

[1]Prompte Hilfe? KI in der Grundschule: Individualisierung und Differenzierung mit KI. In: Inklusiv unterrichten, sonderpädagogisch fördern. Fördermagazin Grundschule. 3/2026. Friedrichverlag.

 

[2] Hansen, Aleesha und Schrader, Leah Ingrid. KI als Erzählhilfe. Mit Chatbots einen Piratenbrief schreiben. In. Inklusiv unterrichten, sonderpädagogisch fördern. Fördermagazin Grundschule. 3/2026. Friedrichverlag.

 

Quellen:

1 Prompte Hilfe? KI in der Grundschule: Individualisierung und Differenzierung mit KI. In: Inklusiv
unterrichten, sonderpädagogisch fördern. Fördermagazin Grundschule. 3/2026. Friedrichverlag.

2 Hansen, Aleesha und Schrader, Leah Ingrid. KI als Erzählhilfe. Mit Chatbots einen Piratenbrief schreiben.
In. Inklusiv unterrichten, sonderpädagogisch fördern. Fördermagazin Grundschule. 3/2026.
Friedrichverlag.

 

Das ist die KI-Version von meinem Text:

KI IN DER LERNPRAXIS

Gezielter Einsatz im Unterricht, beim Lernen und zu Hause

PRAXISBERICHT · AUGUST 2026

Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag angekommen.
Aber wie können wir sie gezielt und sinnvoll für das Lernen einsetzen?

01 · EINSTIEG

KI zwischen Alltag und Unsicherheit

Sie ist in aller Munde: Die Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch.

Viele von uns befinden sich zwischen der Angst, was dies für unsere berufliche Zukunft bedeutet, und den bereits im Alltag angekommenen Annehmlichkeiten.

Auch die Salzburger Nachrichten widmen sich in ihrer Wochenendausgabe vom 15./16. August 2026 ausführlich diesem Thema.

Schülerinnen und Schüler, aber auch viele Lehrerkolleginnen und Lehrerkollegen nutzen inzwischen KI-Apps und -Tools im Alltag.

Ich bin hier keine Ausnahme.

In meiner eigenen Lernpraxis habe ich KI bisher allerdings noch nicht wirklich eingesetzt.

Bis ich über einen tollen Artikel von Susanne Ruppert¹ gestolpert bin.

 

02 · DER AUSLÖSER

„KI nutzen – aber wie?“

Der Artikel beschäftigt sich mit der Frage, wie KI beispielsweise für

Lernstandsanalysen · Lernfortschritte · passgenaue Materialien

eingesetzt werden kann.

Das hat mich neugierig gemacht.

Also habe ich es einfach ausprobiert.

 

⏱ MEIN 5-MINUTEN-EXPERIMENT

Mathematik · ein Schüler · ein individuelles Arbeitsblatt

Ich habe ChatGPT verwendet, um ein passendes Arbeitsblatt für einen Schüler in Mathematik erstellen zu lassen.

ZEITAUFWAND

15 Minuten

Zeit inklusive Eingabe.

FACH
Mathematik

ZIEL
Individuelles Arbeitsblatt

Das Ergebnis finden Sie im Anschluss.

Dabei habe ich festgestellt:

Die Qualität des Ergebnisses hängt ganz wesentlich davon ab, wie genau ich meine Wünsche formuliere.

 

03 · WAS ICH DABEI GELERNT HABE

Die 8 wichtigsten Tipps

 

01 · LERNZIEL GENAU FESTLEGEN

Genau festlegen, was Sie möchten.

In meinem Fall:

Zahlenraum
Schwerpunkt: Rechnen mit Potenzen

Je genauer die Vorgabe, desto besser kann die KI das Material auf die gewünschte Lernsituation abstimmen.

 

02 · ANZAHL DER BEISPIELE ANGEBEN

Geben Sie an, wie viele Aufgaben oder Beispiele Sie möchten.

Das klingt banal, macht aber einen Unterschied:

„Erstelle Aufgaben zu Potenzen.“

ist etwas völlig anderes als:

„Erstelle 10 Aufgaben zu Potenzen.“

03 · INTERESSEN DES KINDES EINBEZIEHEN

Das finde ich besonders spannend.

Lernen wird persönlicher, wenn Aufgaben an die Lebenswelt des Kindes anknüpfen.

Hat ein Kind beispielsweise eine besondere Vorliebe für

Traktoren · Landwirtschaft · landwirtschaftliche Geräte

können diese Interessen in Aufgabenstellungen einfließen.

So knüpft man direkt an bereits Bekanntes an.

Und genau das kann Lernen erleichtern.

04 · SPRACHE UND ERKLÄRUNGEN FESTLEGEN

Auch hier lohnt es sich, möglichst genau zu formulieren.

Soll die KI ...

  • kindgerecht schreiben?
    • besonders einfache Sätze verwenden?
    • schwierige Begriffe erklären?
    • Schritt für Schritt vorgehen?
    • auf Leseschwierigkeiten Rücksicht nehmen?

Nicht nur WAS erklärt wird, sondern auch WIE, sollte Teil des Prompts sein.

05 · VISUELLE HILFEN ANFORDERN

Braucht die Schülerin oder der Schüler zusätzliche Unterstützung?

Dann kann man dies ausdrücklich angeben:

Bilder · Symbole · Grafiken · Tabellen · Schritt-für-Schritt-Darstellungen

Auch visuelle Hilfen lassen sich damit bereits bei der Erstellung eines Arbeitsblattes mitdenken.

06 · ALTER UND SCHULSTUFE NENNEN

Dieser Punkt erscheint mir ebenfalls wichtig.

Ein Arbeitsblatt für ein Volksschulkind muss anders gestaltet sein als eines für eine Jugendliche oder einen Jugendlichen.

Deshalb:

Alter + Schulstufe + Lernziel

gehören für mich zu den grundlegenden Angaben.

07 · SCHULBUCH NICHT UNBEDINGT ALS REFERENZ VERWENDEN

Eine interessante Erfahrung habe ich ebenfalls gemacht:

Wenn ich als Referenz das Schulbuch des Schülers oder der Schülerin angegeben habe, wurde das Ergebnis für mich nicht unbedingt besser.

Im Gegenteil:

Manchmal hatte ich sogar den Eindruck, dass die Kreativität der KI dadurch etwas gebremst wurde. 😉

08 · SCHWIERIGKEITSGRAD GENAUER BESCHREIBEN

Hier arbeite ich selbst noch weiter.

Wie formuliere ich am besten, welchen Schwierigkeitsgrad die Aufgaben haben sollen?

Denn:

Meine Aufgaben waren mir etwas zu leicht.

Sobald ich hier eine gute Lösung gefunden habe, werde ich sie wieder im Blog posten!

04 · DER PROMPT

Je genauer die Eingabe, desto passender das Ergebnis

Man kann einen guten Prompt fast wie ein Rezept betrachten:

WER?
Alter · Schulstufe · Lernender

WAS?
Fach · Lernziel · Themenbereich

WIE VIEL?
Anzahl der Aufgaben

WELCHES NIVEAU?
Schwierigkeitsgrad

WAS IST BESONDERS?
Interessen · Lernvoraussetzungen

WIE SOLL ES AUSSEHEN?
Sprache · Struktur · visuelle Hilfen

Beispiel aus meiner Praxis

Erstelle ein Mathematik-Arbeitsblatt für einen Schüler der entsprechenden Schulstufe zum Rechnen mit Potenzen im Zahlenraum ℤ.

Berücksichtige seine Interessen und formuliere die Aufgaben kindgerecht und übersichtlich.

Erstelle mehrere Beispiele und berücksichtige dabei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade.

Verwende bei Bedarf visuelle Hilfen und gib Erklärungen in einer für den Schüler passenden Form.

05 · KI IM LEHRER- UND ELTERNALLTAG

KI kann mehr als Arbeitsblätter

Nicht nur Arbeitsblätter und Lernstandsentwicklungen lassen sich mithilfe von KI erstellen.

Auch im Lehrer- oder Elterndasein bietet sich Unterstützung an.

Zum Beispiel beim Schreiben

Elternbriefe

Mitteilungen an Lehrerinnen und Lehrer

Informationen an Schülerinnen und Schüler

KI kann dabei helfen, Texte schnell und treffsicher zu formulieren.

06 · ABER WAS BEDEUTET DAS FÜR UNSERE KINDER?

Hier könnte man natürlich einwenden:

„Wenn wir Erwachsenen zum Schreiben einfacher Texte schon KI benützen – was soll dann aus unseren Kindern werden?“

Eine berechtigte Frage.

Ich denke allerdings:

KI sollte weder unkritisch eingesetzt noch einfach verboten werden.

Wir müssen vielmehr lernen, KI sinnvoll zu nutzen.

07 · KI IM DEUTSCHUNTERRICHT

Ich denke, wir müssen lernen, KI-Tools auch im Deutschunterricht sinnvoll einzusetzen und diese vielleicht ähnlich wie einen Taschenrechner in Mathematik zu benützen.

Das sind wir Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer natürlich nicht gewohnt.

Aber zum Glück gibt es inzwischen schon einige wirklich nützliche Vorschläge für den Fachbereich Deutsch.

Ein Beispiel

Aleesha Hansen & Leah Ingrid Schrader²

„KI als Erzählhilfe. Mit Chatbots einen Piratenbrief schreiben.“

Ein interessanter Ansatz, der zeigt:

KI muss Schreiben nicht ersetzen.
KI kann Schreiben auch anregen.

MEIN LESETIPP

Kristine Koebe

Das Buch von Kristine Koebe zum Thema KI im Deutschunterricht kann ich nur empfehlen.

08 · CHANCE ODER HERAUSFORDERUNG?

CHANCEN

  • Individualisierung
    • Differenzierung
    • Zeitersparnis
    • Lebensweltbezug
    • Visuelle Materialien

DARAUF ACHTEN

  • Ergebnisse überprüfen
    • Schwierigkeitsgrad kontrollieren
    • Eigenständiges Denken erhalten
    • Datenschutz beachten
    • KI kritisch hinterfragen

Die entscheidende Kompetenz ist nicht, KI möglichst viel machen zu lassen.

Entscheidend ist zu wissen, wann und wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann.

09 · MEIN FAZIT

KI wird aus unserem Alltag vermutlich nicht mehr verschwinden.

Die entscheidende Frage ist deshalb für mich nicht:

„KI – ja oder nein?“

Sondern:

„Wie können wir KI sinnvoll, verantwortungsvoll und lernförderlich einsetzen?“

Gerade in der Lernpraxis sehe ich hier interessante Möglichkeiten:

INDIVIDUELL · DIFFERENZIERT · LEBENSNAH · VISUELL · LERNFÖRDERLICH

Gleichzeitig müssen wir lernen, Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen von KI zu kennen.

UND JETZT KOMMT DER VERGLEICH …

Zuletzt möchte ich noch einen kleinen Versuch wagen.

Ich möchte Ihnen diesen Text zunächst ohne visuelle Aufwertung durch KI näherbringen.

Und im Anschluss finden Sie meinen Versuch, diesen Text mittels KI visuell zu optimieren.

Welche Version gefällt Ihnen besser?

Version 1
Der ursprüngliche Blogartikel

Version 2
Der visuell optimierte Blogartikel

Ich bin gespannt auf Ihre Meinung!

VIELEN DANK FÜRS LESEN!

Bis zum nächsten Mal!

QUELLEN & LESETIPPS

¹ Susanne Ruppert

„Prompte Hilfe? KI in der Grundschule: Individualisierung und Differenzierung mit KI.“

In: Inklusiv unterrichten, sonderpädagogisch fördern. Fördermagazin Grundschule, 3/2026. Friedrich Verlag.

² Aleesha Hansen & Leah Ingrid Schrader

„KI als Erzählhilfe. Mit Chatbots einen Piratenbrief schreiben.“

In: Inklusiv unterrichten, sonderpädagogisch fördern. Fördermagazin Grundschule, 3/2026. Friedrich Verlag.

Welche Version gefällt Ihnen besser?

Version 1
Der ursprüngliche Blogartikel


Version 2
Der visuell optimierte Blogartikel


Ich bin gespannt auf Ihre Meinung!

KI-Arbeitsblatt:

Arbeitsblatt Mathematik Chatgpt Pdf

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