Wissen teilen, Lernen inspirieren
Willkommen im Blog der Lernpraxis - ReinWissen. Hier finden Sie wertvolle Einblicke, praktische Tipps und inspirierende Gedanken rund um das Thema Lernen. Ich möchte Sie auf Ihrem Weg begleiten und gemeinsam neue Perspektiven entdecken.

Wie Lernen wirklich funktioniert
Entdecken Sie die Geheimnisse effektiven Lernens. In meinen Beiträgen beleuchte ich, wie unser Gehirn Informationen verarbeitet und wie Sie diesen Prozess optimal unterstützen können. Egal ob für Kinder oder Erwachsene – ich zeige Ihnen praktische Strategien.

Lese-Rechtschreib- und Matheschwäche verstehen
Lernschwierigkeiten wie Lese-Rechtschreibschwäche (Legasthenie) und Matheschwäche (Dyskalkulie) können frustrierend sein. Ich biete Eltern, Erwachsenen und Lehrern Einblicke in diese Themen und zeigen Wege auf, wie Betroffene bestmöglich unterstützt werden können.

Frust beim Lernen? Nicht mit uns!
Lernen soll Freude machen, doch oft schleicht sich Frust ein. Ich zeige Ihnen, wie Sie dem entgegenwirken und eine positive Lernumgebung schaffen können. Entdecken Sie Strategien für mehr Motivation und Erfolg, egal in welchem Alter.

Blog 1 - „Man kann nicht nicht lernen[1] – aber warum ist es dann so schwer?“
Hallo, mein Name ist Irena Reinwein. Wie Sie sicher wissen, weil Sie ja gerade auf meiner Homepage sind und meinen Blog lesen!
Dafür schon einmal DANKE!
Ich möchte gerne über die Themen Lernen, Schule, Elternsein mit Schulkindern, Hausaufgaben und das Lernen für Schularbeiten schreiben. Aber auch über das Lernen im Studium, über Hochs und Tiefs sowie über das große Thema Schule, Studium, Lehre und vieles mehr!
Einfach alles, was mir, euch und Ihnen zum Thema LERNEN einfällt!
Warum schreibe gerade ICH über dieses Thema? Ja, das ist und war schon immer mein Thema. Ich war von Anfang an nicht immer gut im Lernen. Manche Fächer mochte ich, die meisten eher nicht! Ich habe dann selbst Nachhilfe bekommen und verstanden, dass es nicht nur an mir liegt – diese Sache mit dem Lernen. So geht es vielen meiner Schülerinnen und Schüler. Ich war ja auch Lehrerin an einer Schule und kenne daher die andere Seite der Medaille.
Schülerinnen und Schüler, die völlig unmotiviert ihr Dasein fristen, die man nicht "abholen" kann, weil sie gar nicht abgeholt werden wollen. Ja, leider gibt es die! Ich sage immer, sie brauchen halt noch ein bisschen Zeit. 😊
Aber im Ernst: Oft haben diese Schülerinnen und Schüler Probleme oder Themen, die nichts mit Schule zu tun haben. Was können oder sollen Schule, Lehrerinnen und Lehrer da tun? Es gibt aber auch viele Kinder, die fleißig, wissbegierig und motiviert sind – und viele, die irgendwo dazwischen liegen.
Ich habe immer versucht zu verstehen, wie Lernen am besten gelingen kann. Ich muss euch verraten, dass es kein Einheitskonzept gibt! Natürlich gibt es den Klassiker: „Setz dich hin und lerne!“ Ja, genau! Weil das so einfach ist! Viele schaffen das leider nicht so leicht. Während wir oft die „Aufschieberitis“ haben, haben das auch viele Schülerinnen und Schüler. Woher sollen Kinder und Jugendliche plötzlich eine gute Lernstruktur haben?
Ich persönlich kann mich nicht daran erinnern, dass es so ein Schulfach gibt. Eben!
Normalerweise lernen Eltern, Großeltern oder andere Personen von Volksschulalter an mit den Kindern und geben ihre eigenen „Lernweisheiten“ weiter, die zwar gut gemeint, aber leider nicht immer optimal sind.
Natürlich findet man auch im Internet viele Tipps zu dem Thema, aber so richtig hilfreich sind sie oft nicht. Sonst hätten nicht so viele Schülerinnen, Schüler und Studierende Probleme damit! Also wie funktioniert Lernen jetzt wirklich?
Wie gesagt, es gibt diese eine Formel nicht. LEIDER!
Was ich euch aus Erfahrung sagen kann, ist: Macht nicht den Fehler zu glauben, ihr braucht jetzt mal eine lange Pause vom Lernen! Es gibt keine Pause vom Lernen, denn man kann nicht nicht lernen.
Man braucht vielleicht eine Pause von der Schule, von Stundenwiederholungen, von Tests und Schularbeiten, manchmal auch von Lehrern oder Klassenkameraden. Aber wenn ein Kind das Wiederholen – und das ist eines der wichtigsten Dinge – als mühsam erlebt, wird es für seine weitere Schullaufbahn schwierig.
Ein Thema, das mir besonders am Herzen liegt, ist, dass es immer wieder zu emotionalen Problemen kommt, wenn Eltern mit ihren Kindern lernen. Dann ist die ganze Familie mit dem Thema Lernen und Schularbeiten belastet, und häufig hört man Sätze wie: „WIR haben Schularbeit!“ Alle sind fürchterlich gestresst, streiten und sind unzufrieden. Manchmal auch verzweifelt.
Ein Grund für diesen Stress kann sein, dass Eltern nicht das nötige Fachwissen haben, um ihren Kindern den Stoff entsprechend beizubringen. Die Kinder sagen dann: „Das stimmt so nicht. Die Lehrerin oder der Lehrer, die Professorin oder der Professor haben das ganz anders erklärt. Das kann so nicht sein.“ Und sie merken oft, dass sie eigentlich recht haben, denn die Lösung stimmt.
Dann bitte unbedingt an das Schulübungsheft halten! Sonst wird das Kind nur verwirrt.
Auch wichtig ist: Wenn Sie mit dem Stoff unsicher sind, bringen Sie sich den Lernstoff zunächst selbst gut bei oder übergeben Sie die Aufgabe qualifizierten Nachhilfelehrern! Ihre Kinder spüren Ihre Unsicherheit und den Stress mit dem jeweiligen Thema, und diese Unsicherheit wird weitergegeben.
Auch die unzähligen Übungsbücher sind immer wieder spannend. Ich persönlich bin ein großer Fan dieser Bücher. Grundsätzlich sollte Ihr Kind jedoch zuerst die Schulübungsbeispiele gut beherrschen.
Ich weiß, dass es Lehrerinnen und Lehrer gibt, die oft sehr schwere Übungsbeispiele geben, und dass das langsame Herantasten an das Thema mit einfachen Beispielen – meist aus Zeitgründen – übergangen wird. Aber viele Lehrkräfte üben wirklich ausführlich und geben auch Zusatzmaterial. Das sollte im Normalfall ausreichen.
Was für diese Zusatzhefte allerdings spricht, sind die oftmals guten Erklärungen und das sanfte Heranführen an das jeweilige Stoffgebiet.
Es ist ein Prozess, der Zeit, Verständnis und oft auch Geduld erfordert – von Kindern und von uns Erwachsenen.
Vielleicht haben Sie sich in dem einen oder anderen Punkt wiedererkannt. Vielleicht haben Sie auch ganz andere Erfahrungen gemacht. Genau darüber möchte ich hier schreiben: ehrlich, praxisnah und ohne „perfekte Lösungen“.
Im nächsten Beitrag werde ich das Thema Lese-Rechtschreib-Schwäche behandeln.
Wenn Sie jemanden kennen, für den dieses Thema gerade wichtig ist, teilen Sie diesen Beitrag gerne.
Damit bin ich am Ende dieses Beitrags angekommen.
Ich hoffe, Sie konnten etwas für sich mitnehmen – sei es ein neuer Gedanke, ein kleiner Impuls oder einfach ein Moment zum Innehalten.
Bis zum nächsten Beitrag!
Ihre
Irena Reinwein
[1] Frei nach Paul Watzlawick